© Gerhard Richter

ES KOMME, WAS DER HIMMEL ÜBER MICH VERHÄNGT

nach den Briefen von Heinrich von Kleist

2008

Die Geschichte eines Dichters, seiner Liebe, seiner Sehnsucht. Der Versuch eines Dialogs zwischen Kleist, seiner Schwester Ulrike, seiner Verlobten Wilhelmine und seiner Todesverbündeten Henriette. Eine Anordnung zwischen Macht und Ohnmacht, Suchen und Finden, Herrschen und Dienen, Lust und Leiden, und zwischen Mann und Frau. In einem vom Multimediakünstler Harald Fuchs gestalteten Raum wird der Geschichte eines Menschen nachgespürt, „dem auf Erden nicht zu helfen war“.

 

„… gescheit scheitern … als wäre es ein ganz und gar zeitlose Geschichte … Schauspieler und Regisseur Heinz Simon Keller fängt die extremen Pole, zwischen denen sich Kleist bewegte, überzeugend ein. (…) Seuffert und Keller spielen konzentriert und klar: aus Bruchstellen entsteht ein Lebensbogen. Eine gelungene, sorgfältig inszenierte Textcollage.“

– Die deutsche Bühne, Nov. 2008

Mit: Susanne Seuffert und Heinz Simon Keller

Regie: Heinz Simon Keller

Regiemitarbeit: Jost von Harleßem

Bühne: Harald Fuchs

 

Eine Produktion von theaterblackbox köln im Theater der Keller, Köln.

„Aus den Briefen an die zentralen Frauenfiguren in Kleists Leben, die noch knapp 200 Jahre nach seinem Freitod eine immense sprachliche Wucht entfalten, komprimiert die Koproduktion mit dem TheaterBlackBox ein bewegendes szenisches Porträt. Dabei ist es weniger die Auflösung in ein Zweipersonenstück (…) mit der Regisseur und Hauptdarsteller Heinz Simon Keller starke Wirkung erzielt, als seine überzeugende Verkörperung des verzweifelten Romantikers – wobei auch tragikomische Töne treffend herausgearbeitet werden. Äußerst gelungen visualisiert die schlicht-elegante Ausstattung die fragile Seelenlage des taumelnden Genies.“

– Kölner Stadt-Anzeiger, 27.09.08

„Der Videokünstler Harald Fuchs hat eine Lichtbildinstallation geschaffen, die mit Schattenrissen und Diaprojektionen eine äußerst ästhetische Umgebung für die Worte erschafft. (…) Kleists Briefe zeigen literarisch virtuos einen melancholischen Menschen, romantisch verträumt und egozentrisch zugleich. So entsteht ein Porträt des Dichters Heinrich von Kleist, dessen dramatische Texte weit kraftvoller sind, als viele ihrer Inszenierungen.“

– Kölnische Rundschau, 05.10.08