Es komme, was der Himmel über mich verhängt
Theaterabend nach den Briefen von Heinrich von Kleist. Co – Produktion mit dem Theater der Keller Köln Die Geschichte eines Dichters, seiner Liebe, seiner Sehnsucht. Versuch eines Dialogs zwischen Kleist seiner Schwester Ulrike, seiner Verlobten Wilhelmine und seiner Todesverbündeten Henriette. Eine Anordnung zwischen Macht und Ohnmacht, Suchen und Finden, Herrschen und Dienen, Lust und Leiden, und zwischen Mann und Frau. Mit der Raumgestaltung des Multi Media Künstler Harald Fuchs(Prof. in Düsseldorf) wollen wir dieser Geschichte eines Menschen „dem auf Erden nicht zu helfen war“ nachspüren.Beitrag WDR Lokalzeit Köln vom 22. Nov. 2009
Besetzung
mit Susanne Seuffert und Heinz Simon KellerRegie: Heinz Simon Keller
Regiemitarbeit: Jost von Harleßem
Bühne: Harald Fuchs
Dramaturgie: Franz Josef Herpers
Pressestimmen
"gescheit scheitern…als wäre es ein ganz und gar zeitlose Geschichte…Schauspieler und Regisseur Heinz Simon Keller fängt die extremen Pole, zwischen denen sich Kleist bewegte, überzeugend ein. (...) Seuffert und Keller spielen konzentriert und klar: aus Bruchstellen entsteht ein Lebensbogen. Eine gelungene, sorgfältig inszenierte Textcollage." Die deutsche Bühne Nov.08
"Aus den Briefen an die zentralen Frauenfiguren in Kleists Leben, die noch knapp 200 Jahre nach seinem Freitod eine immense sprachliche Wucht entfalten, komprimiert die Koproduktion mit dem Theater Black Box ein bewegendes szenisches Porträt. Dabei ist es weniger die Auflösung in ein Zweipersonenstück (...) mit der Regisseur und Hauptdarsteller Heinz Simon Keller starke Wirkung erzielt, als seine überzeugende Verkörperung des verzweifelten Romantikers - wobei auch tragikomische Töne treffend herausgearbeitet werden. Äußerst gelungen visualisiert die schlicht-elegante Ausstattung die fragile Seelenlage des taumelnden Genies."
"Der Videokünstler Harald Fuchs hat eine Lichtbildinstallation geschaffen, die mit Schattenrissen und Diaprojektionen eine äußerst ästhetische Umgebung für die Worte erschafft. (...) Kleists Briefe zeigen literarisch virtuos einen melancholischen Menschen, romantisch verträumt und egozentrisch zugleich. So entsteht ein Porträt des Dichters Heinrich von Kleist, dessen dramatische Texte weit kraftvoller sind, als viele ihrer Inszenierungen."

